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 Spaßgeschichte

Die verlorenen Mokassins

Hinweis:

Diese Geschichte setzt Kenntnisse über Indianer und deren Leben bei den Zuhörern voraus. Beim Erkennen von Fehlern melden sich die Zuhörer z.B. mit den Indianerruf (huhuhu). Werden Fehler nicht erkannt oder ertönt der Indianerruf an der falschen Stelle, kann man sich eine lustige „Strafe" ausdenken (z.B. Kniebeugen).

Rote Feder war ein kleiner Indianerjunge und lebte wie alle anderen Indianer in Indien (Amerika). Er hatte gelbe (braune) Haut, kurze, rote (lange, schwarze) Haare und auf dem Kopf trug er einen Turban (Federschmuck, Stirnband).

Wie alle anderen Bleichgesichter (Rothäute) wohnte er mit seiner Klasse (Stamm) in einem großen Palast (Tipi, Zelt, Wigwam). Seine Kleidung war aus Krokodilshaut (Büffelleder) und seine Füße wollten einfach nicht wachsen, so dass seine Pantoffeln (Mokassins) immer verloren gingen. Einmal hatte er sie einfach beim Reiten auf einem Kamel (Pony, Pferd) verloren. Als er traurig und barfuß um das Lagerfeuer schlich, kam der Doktor (Medizinmann) und gab ihm ein Päckchen mit verschiedenen Kräutern, die sollten seine Augen stärken, damit er seine Pantoffeln (Mokassins) wiederfinden kann.

Also band Rote Feder den Medizinbeutel um den Hals, suchte sich eine Indianerfrau, die man auch Nixe (Squaw) nennt und machte sich mit ihr auf den Weg. Zuvor aber packten sie sich noch einen Verpflegungsbeutel mit gedörrtem Känguruhfleisch (Büffelfleisch) ein, man weiß ja nie. Eine Dose Wasser (Wasserbeutel, Blase) musste auch noch aufgefüllt werden. Nun zogen sie durch die Stadt (Prärie) und gingen immer weiter.

Plötzlich stand ein Indianer aus dem Stamm der Clowns (Apachen, Sioux, Irokesen ...) vor ihnen. Mann, sah der gefährlich aus!!! Er hatte einen Kochtopf (Köcher) auf dem Rücken, Pfeil und Bogen, Messer und ein Wurfbeil, das man auch Bumerang (Tomahawk) nennt, in der Hand. Sein Gesicht hatte eine Maske (Kriegsbemalung). Rote Feder und seine Squaw hatten schreckliche Angst.

Aber als sie dem Indianer erklärten, warum sie unterwegs waren, nahm er sie mit zu seiner Klasse (Stamm). Er wußte über der Mokassins Bescheid.

Im anderen Indianerstamm wurden die beiden ganz freundlich vom Chef (Häuptling) begrüßt. Er hob die Hand und rief: „Muhhh (How)!". Er reichte Rote Feder zum Zeichen der Freundschaft eine Zigarre (Friedenspfeife).

Nach diesem unter Chinesen (Indianern) üblichen Zeichen des Friedens zeigte der große Häuptling die Mokassins, welche sie bei der Nashornjagd (Büffeljagd) gefunden haben.

Da Rote Feder aber nicht beweisen konnte, dass dies seine Mokassins waren - sie waren nämlich immer noch zu groß!!! - sollte er sie vom Häuptling ablösen. Natürlich musste er sie bezahlen (eintauschen).

Zum Glück hatten Rote Feder und seine Squaw das geräucherte Känguruhfleisch (gedörrte Büffelfleisch) noch nicht aufgegessen und so konnten sie es gegen die Mokassins eintauschen.

Als Dankeschön für die Gastfreundschaft tanzten sie alle gemeinsam um das Lagerfeuer und baten den großen Geist Nikolaus (Manitu) auf sie aufzupassen und ihnen zu helfen, sicher nach Hause zu kommen. Mit dem Tarzanruf (Indianerruf) Helau (Huhuhu), verabschiedeten sich Rote Feder und seine Squaw und zogen nach Hause.

Da aber die Sonne am Himmel weiter wanderte, wussten sie nicht mehr genau, in welcher Richtung ihre Klasse (Stamm) die Wohnwägen hingestellt (Zelte aufgeschlagen) hatte.

Also telefonierten sie (schickten sie Rauchzeichen) zu ihrem Chef (Häuptling). Als ihr Stamm antwortete, freuten sich die Beiden, denn sie wussten nun auch, dass der Doktor (Medizinmann) ihnen mit Elefanten (Pferden) entgegenritt.

So waren die Zwei nicht mehr allein und Roten Feder hatte endlich seine Mokassins wieder! Nun wird es aber Zeit, dass er endlich größer würde und die Mokassins endlich passen.

Rote Feder und seine Squaw lebten glücklich weiter bis das Indianerland endeckt wurde, nämlich von einem weißen Mann namens Peter Lustig (Christoph Columbus). Aber das ist eine andere Geschichte

 

 

 

 

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